Projektwoche in allen Farben und Formen

Das Schulhaus der Unterstufe der Volksschule Zweisimmen blieb letzte Woche leer. Grund dafür war die Projektwoche, die alle zwei Jahre im Herbst auf dem Programm des Zyklus 1 und 2 steht. Wie vielfältig, unterhaltsam und kulturvoll die Woche war, erfahren Sie, wenn sie weiterlesen.

Das Schulhaus der Unterstufe der Volksschule Zweisimmen blieb letzte Woche leer. Grund dafür war die Projektwoche, die alle zwei Jahre im Herbst auf dem Programm des Zyklus 1 und 2 steht. Wie vielfältig, unterhaltsam und kulturvoll die Woche war, erfahren Sie, wenn sie weiterlesen.

Zu Beginn der Projektwoche beschäftigten sich die Kinder des Kindergartens Wirbelwind mit ihrem bereits bekannten Thema Unterwasser. Alle Kinder haben aus einem grossen Lampion mit viel Eifer einen bunten Kugelfisch gebastelt. Mit Wasserfarben wurde der Fisch farbenfroh bemalt, anschliessend Flossen gefaltet, geschnitten und geklebt. Nun fehlten nur noch die Augen und der Mund und schon war der tolle Fisch fertig! Die Lampionfische dürfen nun bei den Kindern zu Hause in allen Farben Licht geben.

Am Mittwoch haben alle grossen Kindergartenkinder gemeinsam etwas zum Znüni vorbereitet. Die Wirbelwindkinder haben leckere Frucht- und Gemüsespiessli zum Buffet beigetragen. Am Donnerstag begaben sie sich auf die Suche nach dem Rinderbergadler. Mit den roten Gondeln ging es bis auf den Spitz. Dort angekommen suchten die Kinder mit dem Feldstecher den Adler, sangen ein passendes Lied und durften eine spannende und amüsante Geschichte hören. Dank der Geschichte wissen die Kinder jetzt, warum der Adler auf dem Rinderberg gelandet ist. Anschliessend wurde auf dem spannenden Spielplatz gespielt und gelacht. Zum Zmittag durften alle leckere Pommes essen, was für eine Freude! Mit vollem Bauch und zufrieden fuhren wir mit der Gondel nach einer abwechslungsreichen Projektwoche wieder ins Tal.

In der Projektwoche entstand im Kindergarten Regenbogen ein Hochbeet. Das Holz wurde zuerst mit schöne Blumen bemalt. Danach wurde das Hochbeet befüllt mit Steinen, Ästen, Laub, Mist und Erde. Gepflanzt wurden Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und andere Blumenzwiebeln. So werden die Frühblüher im nächsten Frühling erwartet. Auch die zuvor aus dem Gärtli ausgegrabenen Erdbeerstauden fanden ihren Platz im neuen Beet. Das Reisli des Kindergartens Regenbogen ging in die Boulderschüür an die Lenk, wo scheinbar endlos geklettert wurde.

Das Thema «Die vier Elemente» begleitete die 1./2. Klassen durch die Woche. Es wurde Feuer gelöscht, gelernt, was auf dem Wasser schwimmt oder sich in Wasser lösen lässt. Es wurden Tontöpfe geformt, Steine mit Mustern bemalt und Windräder sowie Luftschlangen gebastelt.Jeden Tag wurde gespannt die Geschichte gehört und das bekannte Lied gesungen.

Am Donnerstag begaben sich alle mit dem Zug nach Weissenburg. Von dort wanderten die Klassen zum Weissenburgbad. Mit einer kleinen Führung von Frau Hunziker erfuhren die Schülerinnen und Schüler einiges über die Geschichte des Bades und konnten die vier Elemente nochmals hautnah erleben. Es war eine tolle Woche!

  

 

«Vögeliwohl und glücklich»

«vögeliwohl und glücklich» war das Motto der Projektwoche für die Klassen 3. / 4. Die Klassenteams erwartete jeden Tag ein anderes buntes Programm, welches zum kreativen Tun anregte.
Am Waldtag wurde alles gesammelt und verwertet, was zum Bauen von kleinen Vögelchen sowie deren Nestchen geeignet war. Wie es sich für einen Tag in der Natur gehört, gab es das Picknick an einem zünftigen Feuerchen und auch für Spiele war genug Zeit.
Im Werkraum der Schule entstanden individuelle und einzigartige bunte Vögel, welche nach der Ausstellung vielleicht den heimischen Garten oder den Hauseingang zieren. Über eine Geschichte fanden die Kinder Inspiration um Zugehörigkeit aber auch Besonderheiten mit Draht, Karton und Stoffstreifen zu einem Vogel zu verkörpern und auszudrücken.
Weitere Klassenräume dienten als Bühne, um die Geschichte nach einem Kinderbuch über zerstrittene Raben einzustudieren sowie passende Kostüme zu basteln. Hier waren viel Improvisation und tänzerischer Ausdruck gefragt.
Zum Abschluss der schöpferischen Woche gab es diesmal eine Ausstellung aller Exponate sowie eine Theateraufführung. Den Eingang zur Turnhalle säumten grosse gemütliche Nester mit Vögelchen aus Ton und Naturmaterial, sowie spannende Fotos vom Waldtag.
Im Gemeindesaal waren auf langen Tischen ca. 60 ganz unterschiedliche, farbenfrohe und liebevoll gestaltete Vögelchen mit dem passenden Namen zu bewundern.
Die Klassen fügten die drei Akte des Theaters zusammen und erzählten die Geschichte «Als die Raben noch bunt waren». Nur ein Rabe hatte seine Einzigartigkeit behalten. Er war während des Streites im Urwald gewesen. So verkündete er: Die Moral von der Geschicht – vergleiche dich nicht!
Denn der Vergleich ist der Anfang der Unzufriedenheit.

 

 

         

 

 

Wer entdeckt als Erster den Rinderberg-Adler?

Und für den Vergleich blieb bei den 5. und 6. Klassen gar keine Zeit. Unter dem Motto «Wir sind unterwegs» erwartete die Schülerinnen und Schüler jeden Tag ein neues Erlebnis. Der OL begann für die Kinder mit einer Theoriestunde, in der sie das Kartenlesen übten, sich auf dem Postenblatt orientierten und Entfernungen einschätzten. Die Gefahr des sich Verirrens war also minimiert, als aufmerksame Wanderkinder am Nachmittag auf die einstündige Postensuche in und um Zweisimmen gingen und nach den Skifahrern suchten, auf die man laut Verkehrsschild acht geben muss.

Das zweite Abenteuer der Woche führte die Kinder zur Simmental Zeitung, oder vielmehr dorthin, wo sie entsteht. Die Druckerei Kopp empfing die Kinder in der Produktionsstätte der Lokalzeitung. Von dort aus übten sie den Umgang mit Printmedien und schwärmten schliesslich aus, um im Dorf das Medienverhalten der Bevölkerung zu erfragen.

Das dritte Tagesprogramm hatte viel mit Wandern und Handwerk zu tun. Von der Mittelstation gelangten sie zu Fuss in die Wyermatte, wo sie schliesslich eigene Butterzöpfe backten und Lebewesen in Kohlezeichnungen festhielten. Zum Abschluss der Projektwoche gingen 60 Kinder auf die Reise nach Basel und besuchten dort den Zoo.